Gynäkologische Praxis 
Dr. Barbara Falley und Dr. Eva Hacker


Streptokokken in der Schwangerschaft

Der Erreger ist ein zu der Gruppe der Kettenkokken gehörende Bakterium = Gruppe-B- Streptokokken, das bei dem Neugeborenen zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen kann.
In dieser Altersgruppe sind die B-Streptokokken die häufigsten Erreger dieses Krankheitsbildes.

Die Frühform der Erkrankung tritt in den ersten Tagen nach Geburt auf und kann zu schweren Krankheitsformen wie Spesis, Lungenentzündung und Hirnhautentzündung führen.
Das Neugeborene muss dann antibiotisch behandelt werden. Trotz ausreichender Behandlung kann es aber in ca. 20% zu Folgeschäden kommen. Durch eine antibiltikagabe während der Geburt, falls die Mutter mit B-Streptokokken besiedelt ist, kann die Frühform dieser Neugeboreneninfektion größtenteils verhindert werden.

Unser Empfehlung

Um eine Antibiotika-Prophylaxe sinnvoll einzusetzen, sollte bekannt sein, ob Sie als Schwangere mit B-Streptokokken besiedelt sind oder nicht.

Daher ist eine Untersuchung auf Gruppe-B-Streptokokken in der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche dringend zu empfehlen. Mit einem Tupfer wird ein Abstrich vom unteren Teil der Scheide und vom Darmausgang abgenommen und in einem Transportmedium in das mikrobiologisch Labor zur Untersuchung geschickt. Das Ergebnis liegt in 3 bis 5 Tagen vor.

Dieser Untersuchung ist keine Kassenleistung

Obwohl diese Untersuchung in den USA als Standard gilt, ist sie in Deutschland im normalen Vorsorgeprogramm während der Schwangerschaft nicht enthalten. Bei Interesse an dieser Untersuchung müssten die Kosten deshalb von Ihnen getragen werden.

Bitte sprechen Sie uns zu diesem Thema an, wir beraten Sie gern. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre weitere Schwangerschaft und Geburt.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!